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Wir sehen hier die 1878 errichteten
Gebäude der „Lithopone - und Paramentweißfabrik
Schöningen AG“ die 1884 in eine offene
Handelsgesellschaft mit dem Namen „Lithoponefabrik
Sachtleben & Co.“ umgewandelt wurde. Die Auftragslage
des Unternehmens war so gut, daß die Produktion die
Nachfrage kaum decken konnte. Eine Zweigstelle der
Fabrik wurde 1892 in Homberg am Niederrhein errichtet,
verbunden mit der Verlagerung des Hauptsitzes. Da der
neue Standort näher an den Rohstofflagern im Sauerland
lag und der Rhein als Transportweg genutzt werden
konnte, war dort eine Produktion günstiger als in
Schöningen. Die Fabrikanlagen in Schöningen wurden im
Zuge der Weltwirtschaftskrise 1930 geschlossen und 1935
zum Teil abgebrochen. Erhalten blieb nur das Wohn - und
Kontorgebäude, das einst den Angestellten als Wohnhaus
diente.
Heute existiert die Firma in Duisburg - Homberg als
„Sachtleben Chemie GmbH“ und trägt als Erinnerung an
ihre Herkunft den Schöninger Löwen im Firmenzeichen. |